Synthetische Standardlast- und Einspeiseprofile

Hier finden Energielieferanten alle Informationen zu den eingesetzten Standardlastprofilen der Stuttgart Netze Betrieb GmbH und die Temperaturtabellen.

 

Allgemeine Informationen zum synthetischen Standardlastprofilverfahren

Für die Belieferung von SLP-/TLP-Entnahmestellen gibt der Netzbetreiber synthetische Lastprofile vor, die dem durchschnittlichen Abnahmeverhalten der jeweiligen Kundengruppe entsprechen.

Für die Kundengruppen Haushalt, Landwirtschaft und Gewerbe verwendet der Netzbetreiber die VDEW-Standardlastprofile. Das Haushaltsprofil H0 ist dynamisiert.

Für die Kundengruppen Elektrospeicherheizung, Wärmepumpe, Straßenbeleuchtung, Bandlast und öffentliche Telefonzellen verwendet der Netzbetreiber eigene Lastprofile. Für diese Lastprofile erfolgt derzeit keine Dynamisierung.

Eine Liste mit den zu berücksichtigenden Feiertagen ist  bereitgestellt.

Übersicht der angewendeten Standardlastprofile in der Sparte Strom:

Kundengruppe Profilbezeichnung Profilschar Profilzuordnung Zählpunktbezeichnung
Haushalt VDEW-H0 dynamisiert   H0 DE0072147017400000000007988367H0E
Gewerbe VDEW-G0   G0 DE0072147017400000000007988366G0E
Landwirtschaft VDEW-L0   L0 DE0072147017400000000007988368L0E
Bandlast BW-Band   EB0 DE0072147017400000000007988365EBE
Elektrospeicherheizung BW-HZ2 EZ2   DE0072147017400000000007988373EZE
Wärmepumpe BW-WP1 EP1   DE0072147017400000000007988372EPE
Straßenbeleuchtung BW-STR1   ES1 DE0072147017400000000007988370ES
Öffentliche Telefonzelle BW-OeTel1   ET1 DE0072147017400000000007988371ETE
Hinweise zu den tagesparameterabhängigen Lastprofilen

Entnahmestellen mit elektrischer Speicherheizung oder mit Wärmepumpe werden grundsätzlich nach dem vom Verband der Netzbetreiber (VDN) und der Universität Cottbus erarbeiteten Verfahren der temperaturabhängigen Lastprognose beliefert. Das Lastprognoseverfahren ist im VDN-Praxisleitfaden „Lastprofile für unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen“ beschrieben.

Der Netzbetreiber wendet für alle Speicherheizungs- bzw. Wärmepumpenanlagen in seinem Netzgebiet je ein entsprechendes gemeinsames temperaturabhängiges Lastprofil mit einer Kurvenschar in 1°C-Schritten an.

Als maßgebliche Temperaturmessstelle für die Tagesmitteltemperatur ist die Messstelle des Deutschen Wetterdienstes (DWD) (UTILMD: “ZT1“ = Code für “Deutscher Wetterdienst“) in Stuttgart-Echterdingen (Flughafen Stuttgart, Messstellennummer 10738) festgelegt.

Es gelten insbesondere folgende Rahmenbedingungen zum Elektrospeicherheizungs- und Wärmepumpenprofil:

  • Als Bezugstemperatur für die Speicherheizungs- und Wärmepumpenprofile verwendet der Netzbetreiber +17° C
  • Die Begrenzungskonstante wird für Speicherheizungsanlagen auf Null und für Wärmepumpenanlagen auf Eins gesetzt.
  • Der Netzbetreiber verwendet die Istwerte der Tagesmitteltemperatur (kaufmännische Rundung auf ganze Zahlen) zum Ausrollen der Speicherheizungs- und Wärmepumpenprofile.
  • Bei Wärmepumpenanlagen gilt die in § 12 Abs. 1 Satz 1 StromNZV festgelegte SLP-Anwendungsgrenze von 100.000 kWh/a.
  • Bei Speicherheizungsanlagen mit Jahresarbeitszählung kommt gemäß § 12 Abs. 1 Satz 2 StromNZV die SLP-Anwendungsgrenze von 100.000 kWh/a nicht zur Anwendung.
  • Für den spezifischen Stromverbrauch (a-1) und den Periodenstromverbrauch der Speicherheizungs- oder Wärmepumpenanlage (A-1) sind abweichend vom VDN-Praxisleitfaden die vom Netzbetreiber vorgegebenen Werte maßgebend.
Hinweise zu den Einspeiseprofilen

Seit dem 1.7.2012 wird für die Bilanzierung nicht Lastgang gemessener Fotovoltaik-Einspeisungen das Referenzprofil der Transnet-BW verwendet.