Photovoltaik

Erneuerbare Energien sollen bei der Energieversorgung der Zukunft eine Leitfunktion übernehmen. Deshalb sind wir bestrebt, Erzeugungsanlagen zur Einspeisung erneuerbarer Energien so rasch wie möglich ans Netz anzuschließen.

Themen im Überblick

Photovoltaikanlagen anmelden - in vier Schritten zur Inbetriebnahme

Hier erfahren Sie, welche Unterlagen wir bei der Anmeldung einer PV-Anlage an unser Niederspannungsnetz im Laufe des Projektfortschritts von Ihrem Installateur oder Fachplaner benötigen. Zudem können Sie nachvollziehen, was bei uns in der jeweiligen Projektphase geschieht und mit welchen Rückmeldungen oder Aktivitäten Sie in welchem Zeitraum rechnen können.

Sollten Sie Interesse an den Dokumenten haben, die Ihr Elektroinstallateur oder Fachplaner bei uns einreicht, finden Sie diese hier:

Formulare und Datenblätter

Im ersten Schritt teilen Sie uns mit, wo eine PV-Anlage geplant ist und wie sie beschaffen ist. Damit wir die Anschlusssituation prüfen und die netztechnischen Auswirkungen der Anlage berechnen können, benötigen wir das Anfrageformular PV-Anlage, das entsprechende Auswahlblatt Ihres Messkonzepts sowie das Datenblatt für Erzeugungseinheiten (PV). Sie finden diese Dokumente unter „Wichtige Downloads" in der rechten Spalte. Zusätzlich brauchen wir von Ihnen einen maßstabsgerechten Lageplan der Anlage, einen Übersichtsplan der gesamten elektrischen Anlage. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Checkliste.

Wir werden aktiv: Netzverträglichkeitsprüfung
Wir ermitteln, wie wir Ihre Anlage sicher in unser Netz integrieren können. In der Regel senden wir Ihnen innerhalb weniger Wochen die Mitteilung des Netzverknüpfungspunkts. Darin informieren wir Sie auch über die voraussichtliche Dauer eventuell erforderlicher Netzverstärkungsmaßnahmen. Den Netzverknüpfungspunkt reservieren wir sechs Monate lang für Sie.

Da in dieser Projektphase die Installation der PV-Anlage beginnt, können Sie durch das frühzeitige Einreichen einer verbindlichen Anmeldung die Abwicklung beschleunigen. Dies erfolgt mit dem Datenblatt Anmelde-/Inbetriebsetzungsformular. Falls der Netzanschlusspunkt im Niederspannungsnetz liegt, reichen Sie bitte das „Anmelde-/Inbetriebsetzungsformular Ausgabe BW" ein. Liegt er im Mittelspannungsnetz, benötigen wir den „Auftrag zur Zählersetzung in der Mittelspannung".

Ist für die Kundenanlage bereits ein Zähler vorhanden, tragen Sie bitte die Zählernummer ein.

Außerdem reichen Sie den ausgefüllten Ernsthaftigkeitsnachweis ein. Für Anlagen ≥ 30kWp oder mit Wahl Einspeisemanagement senden Sie bitte den Bestellauftrag zum Einspeisemanagement an die gegebene Faxnummer oder an steuergerate@netze-bw.de.  

Werden weitere Unterlagen von der Stuttgart Netze benötigt, so haben Sie die entsprechenden Dokumente zusammen mit der Mitteilung des Netzverknüpfungspunkts erhalten. Hierzu zählt zum Beispiel die Bestellung für das Einspeisemanagement für PV-Anlagen und der Ernsthaftigkeitsnachweis.

Wir werden aktiv: Netzausbau
Ist es notwendig, dass zum Anschluss Ihrer PV-Anlage das Netz der öffentlichen Versorgung ausgebaut werden muss, erhalten Sie den Vordruck zur Erklärung zum Netzanschlusspunkt in dem Sie verbindlich den Bau Ihrer Anlage bestätigen. Auf Basis Ihrer verbindlichen Erklärung werden wir den Netzausbau unverzüglich veranlassen.

Im dritten Schritt informieren Sie uns darüber, dass die Erzeugungsanlage nun betriebsbereit und der Zählerplatz fertiggestellt ist. Dazu nutzen Sie erneut das Datenblatt Anmelde-/Inbetriebsetzungsformular.
Bitte geben Sie den geplanten Termin für die Inbetriebnahme der PV-Anlage an und nennen Sie uns Ihren Terminwunsch für die Zählermontage. Ist ein Zählerwechsel erforderlich, veranlassen Sie diesen auch mit dem Anmelde-/Inbetriebsetzungsformular. Für den kostenpflichtigen Wechsel benötigen wir von Ihnen den „Auftrag Zähler- und Gerätewechsel".

Wir werden aktiv: Zählertausch/Zählermontage
Unser Dienstleister setzt sich umgehend mit Ihnen in Verbindung, um einen Termin zu vereinbaren. Mit dem Zählertausch beziehungsweise der Zählermontage schaffen wir die Voraussetzung für die Inbetriebnahme Ihrer Solaranlage.

Im vierten und letzten Schritt nimmt der Elektroinstallateur die Photovoltaikanlage in Betrieb und dokumentiert deren fachgerechte Ausführung. 

Hierfür wir noch folgende Unterlagen:

  • Kopie der Meldebestätigung durch die Bundesnetzagentur
  • Erklärung zum Einspeisemanagement
  • Bilder der PV-Anlage
  • Für Anlagen am Niederspannungsnetz:
    • F.1 Inbetriebsetzungsprotokoll
    • Konformitätsnachweise der Anlage und des NA-Schutzes (sofern von der Stuttgart Netze angefordert)
  • Für Anlagen am Mittelspannungsnetz:
    • MS-Inbetriebsetzungsprotokoll für Erzeugungsanlagen
    • Einheitenzertifikate

Wir werden aktiv: Vertrag für die Vergütung
Nachdem uns alle notwendigen Unterlagen vorliegen, erhalten Sie nach Prüfung Ihren/Ihre Einspeisevertrag/Stromeinspeisebestätigung. Darin sind alle Einzelheiten zum Anschluss und Betrieb Ihrer Erzeugungsanlage enthalten. Außerdem regelt der Vertrag die abrechnungstechnischen Rahmenbedingungen wie zum Beispiel Abrechnungszeitraum und Höhe der Abschlagszahlungen.

Steuernummer und Bankverbindung
Diese Angaben benötigen wir vom Anlagenbetreiber für die Vergütung des eingespeisten Stroms. Die aktuellen Vergütungssätze können Sie den jeweiligen Gesetzesblättern entnehmen. Weitere Informationen finden Sie unter anderem auf www.erneuerbare-energien.dewww.bundesnetzagentur.de oder www.bmu.de.

Allgemeine Bestimmungen für die Stromeinspeisung von PV-Anlagen in das Niederspannungsnetz der Stuttgart Netze

Betreiber von neuen PV-Anlagen mit einer installierten Modulleistung von maximal 30 kWp, die über einen bereits bestehenden Netzanschluss nach Messkonzept Nr. 1 oder Nr. 3 bzw. 4 in das Niederspannungsnetz der Stuttgart Netze einspeisen, erhalten von uns eine Bestätigung über die Stromeinspeisung zugesandt.

Dem zwischen Ihnen als Anlagenbetreiber und uns hinsichtlich der Stromeinspeisung bestehenden Rechtsverhältnis liegen die gesetzlichen Regelungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sowie unsere allgemeinen Bestimmungen für die Stromeinspeisung von PV-Anlagen in das Niederspannungsnetz der Stuttgart Netze zugrunde.

Die allgemeinen Bestimmungen stehen Ihnen hier als Download zur Verfügung.

Steckerfertige PV-Anlagen

Auch steckerfertige PV-Anlagen müssen bei der Stuttgart Netze angemeldet werden. Steckdosenlösungen für den Anschluss mittels Schuko-Steckdosen und/oder Einspeisungen in einen Endstromkreis sind nicht zulässig. Aufgrund gesetzlicher Verordnungen ist in der Regel der Tausch Ihres Stromzählers durch Sie zu beauftragen.

Nähere Informationen erhalten Sie hier:
Homepage des VDE

Fragen und Antworten

Wann erhalte ich meinen Einspeisevertrag und meine Vergütung?

Nach erfolgreicher Inbetriebnahme und der Zusendung aller zu erbringenden Nachweise sowie Unterlagen erhalten Sie ihren Einspeisevertrag, in dem wir Sie auch über die Höhe der Einspeisevergütung informieren. Die Auszahlung erfolgt dann in monatlichen Abschlagszahlungen. Einmal jährlich erstellen wir eine Endabrechnung.

Wann kann ich mit dem Bau der Anlage beginnen?

Nachdem wir Ihnen den Netzverknüpfungspunkt mitgeteilt haben, können Sie mit dem Bau der Anlage beginnen. Der von Ihnen beauftragte Installateur wird dann bis zur Inbetriebnahme der Anlage alle erforderlichen Schritte in die Wege leiten.

Was kostet die Netzberechnung?

Die Netzberechnung für die Anmeldung einer Photovoltaikanlage an unser Niederspannungsnetz ist bei Realisierung der Anlage in der Regel kostenfrei.

Wie lange bleibt der Netzverknüpfungspunkt für mich reserviert?

Ab dem Datum der Mitteilung des Netzverknüpfungspunkts bleibt dieser sechs Monate für Sie reserviert. Wenn wir in diesem Zeitraum nichts von Ihnen hören, verfällt der Anspruch auf den zugesagten Netzverknüpfungspunkt. Falls Sie sich zu einem späteren Zeitpunkt doch noch für den Anschluss der angefragten Anlage entscheiden, ist eine neue Netzberechnung notwendig, da sich eventuell die Rahmenbedingungen geändert haben.

Wie lange dauert die Netzberechnung?

Sobald uns die benötigten Unterlagen vollständig vorliegen, erfolgt die Netzberechnung. Sie beträgt in der Regel sechs bis acht Wochen.

Ist eine Netzberechnung unbedingt erforderlich?

Um die Versorgungsqualität in unserem Stromnetz sicher zu stellen, muss für jede angefragte Einspeiseleistung eine Netzberechnung durchgeführt werden. Dabei wird geprüft, ob die geplante Erzeugungsanlage ohne Probleme ins Netz integriert werden kann oder ob vorab Netzbaumaßnahmen notwendig sind. Gleichzeitig wird dabei der Netzverknüpfungspunkt ermittelt. Bis zu einer Leistung von 30 kWp ist das in der Regel der vorhandene Hausanschluss des Grundstücks, auf dem sich die Erzeugungsanlage befindet. Andernfalls wird mittels einer Wirtschaftlichkeitsberechnung der nächstgelegene, am günstigsten herzustellende Verknüpfungspunkt ermittelt. Schließen Sie daher bitte keinen endgültigen Kaufvertrag ab, bevor nicht die Einspeisemöglichkeit unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen geprüft wurde.

Ich möchte eine bestehende Anlage erweitern, wie muss ich vorgehen?

Nach EEG können bestehende Solaranlagen nicht erweitert werden. Deswegen werden weitere Anlagen wie Neuanlagen behandelt.

Ihr Ansprechpartner

Anmeldung/Verträge von Erzeugungsanlagen
Stöckachstraße 48
70190 Stuttgart
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